Im Jahr 1730, abends, im Foyer der Comédie Française, kurz vor der Aufführung von Jean Racines Bajazet. Der Fürst von Bouillon und der Abbé von Chazeuil treffen ein. Letzterer fängt einen Brief ab, den die Schauspielerin Duclos (die Geliebte des Fürsten) angeblich geschrieben hat. Tatsächlich ist er von der Fürstin von Bouillon an ihren früheren Geliebten, Moritz Graf von Sachsen.
Die berühmte Schauspielerin Adriana Lecouvreur memoriert noch einmal ihren Text. Der Regisseur Michonnet macht ihr eine Liebeserklärung, erfährt jedoch, dass sie einen Offizier des Grafen von Sachsen liebt. Der Fürst entnimmt dem Brief eine Einladung zum Rendezvous in der Villa der Duclos und beschließt, sie dabei zu überraschen. Graf Moritz, verkleidet als Offizier, verabredet mit Adriana ein Treffen nach der Vorstellung, das er wieder absagt, nachdem er den Brief der Fürstin erhalten hat. Darin bittet sie um ein Treffen in einer wichtigen politischen Sache. Beim Treffen überrascht sie ihn mit leidenschaftlichen Liebesbeteuerungen. Um sie loszuwerden, schenkt er ihr einen Veilchenstrauß von Adriana. Als plötzlich der Fürst mit der Theatergesellschaft auftaucht, überzeugt Moritz die eifersüchtige Adriana (die in ihm den geliebten Offizier erkennt), die Fürstin aus dem Haus zu schmuggeln. Ohne sich im Dunkeln zu sehen, merken beide, dass sie denselben Mann lieben.
Bei einem Fest im Haus des Fürsten soll Adriana mit einer Rezitation auftreten; die Fürstin und sie erkennen sich an der Stimme. Während jene Adriana mit spöttischen Bemerkungen provoziert, rächt sich diese, indem sie den Schluss ihres rezitierten Monologs auf die Fürstin münzt.
In Adrianas Haus gratulieren ihr Michonnet und die Schauspieler zum Geburtstag. Ein Bote bringt die verwelkten Veilchen mit einer Karte von Graf Moritz. Wehmütig atmet Adriana den Duft der Blumen ein, bevor sie sie ins Feuer wirft. Moritz kommt und überzeugt sie von seiner Liebe, doch plötzlich bricht sie zusammen: Die Blumen sind von der Fürstin vergiftet worden. Adriana stirbt.
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Komponist*in
Francesco Cilea
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1866-1950
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Herausgeber*in
Andreas Gies
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1993
Andreas Gies, als Sohn italienisch-deutscher Eltern geboren, studierte Flöte, Klavier, Komposition, Gesang und Dirigieren an den Konservatorien in Castelfranco, Venedig und Mailand. Nach einem Bachelor- und zwei Master-Abschlüssen besuchte er Meisterkurse bei renommierten Dirigenten wie M. Beltrami und D. Gatti. Gies war Assistenzdirigent an Theatern wie La Fenice di Venezia und Regio di Torino. Im Jahr 2019 gewann er den „Premio Nazionale delle Arti“ und dirigierte das Orchester „La Verdi“ in Mailand. Er dirigierte Uraufführungen und Aufführungen in Mailand, Nizza, Novara und Sofia.
Als Komponist hat Gies mehrere Wettbewerbe gewonnen und seine Werke wurden von großen Orchestern in den USA und Italien aufgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftler C. Orselli gibt er außerdem kritische Ausgaben weniger bekannter italienischer Opern heraus. Zu seinen Kompositionen gehören Stücke für Kammermusikgruppen, Orchester und Kammeropern.
zur Person
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Textdichter*in
Arturo Colautti