Die Oper spielt in Paris, vor und während der französischen Revolution, und beginnt mit einer Abendgesellschaft im Schloss der Gräfin von Coigny. Der Diener Gérard bereitet mit weiteren das Bankett vor und äußert laut seine Abscheu gegenüber der Aristokratie. Als die Gräfin mit ihrer Tochter Madeleine auftritt, zeigt sich, dass er sie bereits seit langem liebt. Unter den Gästen ist der Dichter André Chénier, der sich den Bitten der Gesellschaft, eigene Verse vorzutragen, entzieht. Erst Madeleine überredet ihn dazu, doch Chéniers Verse kippen in eine Anklage der Aristokratie und ein Plädoyer für die Armen. Die Gäste sind empört, und Madeleine muss sich von Chénier anhören, dass sie dem Leben zu naiv gegenüberstehe. Als zum fröhlichen Tanz aufgespielt wird, stürmt eine Volksmenge hinein, angeführt von Gérard, der sich seiner Diener-Livree entledigt hat. Einige Jahre später, zur Zeit der Terrorherrschaft Robespierres, befindet sich Chénier immer noch in Paris. Da er in letzter Zeit Briefe einer Unbekannten erhalten hat, wartet er auf eine große Liebe (obwohl er sich in Gefahr befindet). Beschworen von seinem Freund Roucher, willigt er ein, Paris in der Dämmerung zu verlassen. Doch dann trifft er Madeleine, die sich als die Briefschreiberin zu erkennen gibt. Gérard, mittlerweile einer der Revolutionsführer, kommt hinzu, möchte beide aufhalten und gerät mit Chénier in ein Fechtduell, bei dem er verwundet wird. Der Dichter entkommt, wird aber später bei einem Freund verhaftet. Als Rivale um die Liebe Madeleines setzt Gérard eine Anklageschrift gegen Chénier auf. Madeleine sucht ihn auf und bietet sich im Austausch gegen diesen an. Ergriffen kämpft Gérard nun für Chéniers Freilassung, doch der wird vom Revolutionstribunal zum Tod verurteilt. Madeleine tauscht mit einer Verurteilten den Platz und geht mit André Chénier aufs Schafott.
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Komponist*in
Umberto Giordano
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Herausgeber*in
Andreas Gies
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1993
Andreas Gies, als Sohn italienisch-deutscher Eltern geboren, studierte Flöte, Klavier, Komposition, Gesang und Dirigieren an den Konservatorien in Castelfranco, Venedig und Mailand. Nach einem Bachelor- und zwei Master-Abschlüssen besuchte er Meisterkurse bei renommierten Dirigenten wie M. Beltrami und D. Gatti. Gies war Assistenzdirigent an Theatern wie La Fenice di Venezia und Regio di Torino. Im Jahr 2019 gewann er den „Premio Nazionale delle Arti“ und dirigierte das Orchester „La Verdi“ in Mailand. Er dirigierte Uraufführungen und Aufführungen in Mailand, Nizza, Novara und Sofia.
Als Komponist hat Gies mehrere Wettbewerbe gewonnen und seine Werke wurden von großen Orchestern in den USA und Italien aufgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftler C. Orselli gibt er außerdem kritische Ausgaben weniger bekannter italienischer Opern heraus. Zu seinen Kompositionen gehören Stücke für Kammermusikgruppen, Orchester und Kammeropern.
zur Person
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Textdichter*in
Luigi Illica
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1857-1919