Antonín Dvorák: Vier Lieder für gemischten Chor - Noten | Carus-Verlag

Antonín Dvorák Vier Lieder für gemischten Chor

op. 29

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Die Chöre op. 29 sind vorwiegend in einfacher homophoner Vierstimmigkeit und unkomplizierter Form abgefasst, doch verbirgt sich hinter ihrer Schlichtheit so mancher Reiz eines echten Dvorák.
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Partitur Carus 40.251/00, ISMN 979-0-007-06573-7 24 Seiten, DIN A4, kartoniert
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  • Antonín Dvorák (1841-1904), neben Smetana und Janacek der wichtigste Vertreter einer eigenständigen tschechischen Musik, gehört zu den populärsten Komponisten des 19. Jahrhunderts überhaupt. In seiner Heimat bekannt wurde der Fleischer- und Gastwirtssohn aus dem böhmischen Nelahozeves (Mühlhausen) bei Kralup durch seinen patriotischen Hymnus „Die Erben des weißen Berges" für Chor und Orchester (op. 30) von 1872. Den Weg in die Welt ebnete ihm ein österreichisches Staatsstipendium, das ihm von einer Kommission, bestehend aus Johannes Brahms, Eduard Hanslick und Johann von Herbeck, zugesprochen wurde. Der sieben Jahre ältere Brahms nahm sich freundschaftlich des jungen Kollegen an, dessen eminente Begabung er erkannt und lieben gelernt hatte. (Brahms: ,,Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.") Brahms empfahl Dvo"rák seinem Berliner Verleger Fritz Simrock, der in der Folge Dvo"ráks eigenwilliger und zunächst schwieriger Hauptverleger wurde. International berühmt wurde Dvo"rák als Komponist und – seit 1884 – als Dirigent seiner eigenen Werke vor allem durch seine sensationellen Erfolge in England (insgesamt neunmal hielt sich Dvo"rák dort auf) und in den Vereinigten Staaten von Amerika (zwei längere Besuche mit pädagogischer und kompositorischer Arbeit). Begründet wurde dieser Erfolg zunächst durch ein kirchenmusikalisches Werk, das Stabat mater aus dem Jahre 1876 (Carus 27.293/03). Bis in Dvo"ráks späte Zeit gehören Kirchenwerke in die Reihe seiner bedeutenden Schöpfungen: den Sinfonischen Dichtungen, den Opern (darunter „Rusalka"), Sinfonien, den Streichquartetten und anderer Kammermusik, dem Oratorium „Die heilige Ludmilla" – und den „Slawischen Tänzen op.46 und 72. Zu dem genannten Stabat mater op.58 kommen der 149. Psalm op.79, das Requiem op.89 (Carus 27.323) und das Te Deum op.103 (Carus 27.189). zur Person

Rezensionen

Anton Dvorák: Vier Lieder für gemischten Chor op

Anton Dvorák: Vier Lieder für gemischten Chor op. 29

Neben dem Zyklus „In der Natur” und den klavierbegleiteten „Klängen aus Mähren” gehören diese vier Lieder zu den wenigen Kompositionen Dvoráks für das Genre. Insgesamt sind seine Beiträge zur weltlichen Chormusik dem erwachenden oder zu festigenden Nationalbewusstsein des tschechischen Volkes zuzurechnen und deshalb durchaus für Laienchöre gedacht. Natürlich verleugnet ein Komponist im Range Dvoráks nicht seine Kunst und so bedarf es schon einiger Bemühungen, seine Rhythmen und Harmonien zu erfassen. Inhaltlich stehen die vier Lieder dem Volkslied nahe, die beiden letzten sind sogar ausgewiesene mährische Volkslieder. In der deutschen Übersetzung bedarf es zunächst einer Gewöhnungsphase, die naiv-bildhafte Sprache zu verstehen und als reizvolle Gebilde zu akzeptieren. Da die vier Lieder auch einzeln erschienen und nicht zyklisch gebunden sind. empfehlen wir die beiden letzten zum Kennenlernen.

Quelle: Schwäbische Sängerzeitung 7(1996), S. 7

 

”Vier Lieder”,  written in 1876, is considered to be one of Dvorák’s most noteworhy contributions to the part-song repertoire. The four choruses are primarily homophonic and are given a strong Czechoslovakian folk flavor. The pieces are generally quite spirited in nature, and, because they were originally intended to be sung by the burgeoning amateur choruses in Czechoslovakia, they are easily singable in terms of tessitura and voice leading. Unfortunately, the publisher fails to provide either an English translation or a pronunciation guide for either the Czech or German texts. Furthermore, no piano reduction for rehearsal is given. Such omissions can only hinder access to these delightful choruses in this country.

James Maroney
Quelle: Choral Journal, Feb. 95, S. 63

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