Deux chœurs
op. 68
„Die Stimme ist das schönste Instrument; alle anderen sind nur eine mehr oder weniger entfernte Imitation“, schrieb Camille Saint-Saëns 1916 in einem Brief. Seine große Wertschätzung des Gesangs spiegelt sich in seinem umfangreichen Liedschaffen wider. Er komponierte weit über hundert Sololieder sowie rund 20 Lieder für Chor, darunter auch die in den Jahren 1882 und 1883 entstandenen Deux chœurs in der bei Saint-Saëns’ Liedschaffen eher seltenen Besetzung für gemischten Chor.
Als Textgrundlage dienen zwei Naturgedichte, die der Komponist möglicherweise selbst verfasste: Tiefe Ruhe strahlt Calme des nuits aus. Es beschreibt die Weite und Stille der Nacht, in der jeder einzelne Klang in der Seele nachhallen kann. Les fleurs et les arbres besingt den Trost, den der Mensch aus der Natur, aber auch aus der Kunst, schöpfen kann.
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Camille Saint-Saëns
| 1835-1921Camille Saint-Saëns war ein wahres Multitalent. Er war Pianist, Dirigent, Organist, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Komponist und erlangte vor allem durch den Karneval der Tiere und die Oper Samson et Dalila Bekanntheit.
Seine Sinfonie A-Dur komponierte er mit 15 und wurde bereits mit 16 an der Universität in Paris aufgenommen. Klavier, Orgel und Komposition studierte Saint-Saëns am Pariser Konservatorium und wurde 1852 Organist von Saint-Séverin in Paris. Im selben Jahr lernte er auch Franz Liszt kennen, welcher folgend einen Einfluss auf Saint-Saëns kompositorisches Schaffen ausübte. Ein Jahr später feierte er dann als Komponist sein musikalisches Debüt. Die Oper Samson et Dalila, die 1877 in Weimar uraufgeführt wurde, brachte ihm einen bis heute anhaltenden Erfolg an den Opernhäusern. Sein Weihnachtsoratorium Oratorio de Noël, das beim Carus-Verlag erhältlich ist, ist wohl das bekannteste seiner geistlichen Werke. zur Person
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Herausgeber*in
Barbara Grossmann
| 1978