Carl Philipp Emanuel Bachs 9-sätziges Magnificat von 1749, sein erstes großes Berliner Vokalwerk, gehört zu den klangprächtigsten, in den vokalsolistischen Partien freilich auch zu den anspruchsvollsten Vertonungen des „Lobgesangs der Maria“ aus Lukas 1. Das Werk erfüllt alle Kriterien, die die Ästhetik der Zeit von einer großdimensionierten geistlichen Komposition verlangte: Erhabenheit, Würde, polyphone und konzertante Chorsätze, empfindsame und pathetische Arien, eine große abschließende Doppelfuge. Das knapp einstündige, reich besetzte Magnificat (mit 3 Trompeten und Pauken ad lib.) eignet sich u. a. als Hauptmusik für jedes (vor)weihnachtliche Konzertprogramm.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Carl Philipp Emanuel Bach
| 1714-1788Zweiter Sohn J.S. Bachs, Musikunterricht beim Vater, ab 1731 Student an der juristischen Fakultät der Universität Leipzig, ab 1734 an der Universität Frankfurt an der Oder, später Cembalist in der Kapelle Friedrichs II. von Preußen, 1768 Nachfolger Telemanns im Amt des städtischen Musikdirektors an den fünf Hauptkirchen in Hamburg; Hauptvertreter der musikalischen Empfindsamkeit. Sein umfangreiches Schaffen umfasst u.a. Klavierwerke, Sinfonien, Kammermusik, Vokalwerke; Autor des Lehrwerkes "Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen" (Berlin 1753 und 1762). zur Person
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Herausgeber*in
Günter Graulich
| 1926Der Verleger, Kirchenmusiker und Pädagoge Günter Graulich gehört zu den großen deutschen Verlegerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Gemeinsam mit seiner Frau Waltraud gründete er 1972 den Carus-Verlag Stuttgart, den er vom 2-Mann-Familienbetrieb zum mittelständischen Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitern ausbaute. Darüber hinaus leitete er, selbst ausgebildeter Kirchenmusiker und langjähriger Kantor an der Matthäuskirche Stuttgart, über 50 Jahre den Motettenchor Stuttgart. Mit seinem Chor realisierte er Einspielungen auf LP und CD, zahlreiche Konzertreisen führten ihn ins europäische Ausland und nach Amerika. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Uwe Wolf
| 1961Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person
Häufige Fragen zum Werk
Welche Fassung des Stücks ist in der Carus-Ausgabe enthalten?
Die Ausgabe erlaubt es, sowohl die Hamburger Fassung mit Trompeten und Pauken als auch die Leipziger Fassung ohne diese Instrumente zu musizieren. Der einzige grundlegend verschiedene Satz – das Et misericordias eius – ist in beiden Fassungen enthalten.
Kann man das frühere Et misericordias aus dem Hauptteil der Edition auch mit der Fassung mit Trompeten kombinieren?
Na klar! C.P.E. Bach hat das Et misericordias ausgetauscht, weil er es in der in Hamburg oft gespielten Passionskantate an prominenter Stelle verwendet hatte, der Austausch des Satzes war also eine Notlösung. Die ursprüngliche Variante ist aber ein Höhepunkt der Komposition – auch in der Fassung mit Trompeten.