Neben der klangschönen "Messe Sainte Cécile" im Original (Carus 27.095) und in einer Fassung für Chor und Orgel (CV 27.025) hat Carus hier ein weiteres kirchenmusikalisches Werk des Komponisten vorgelegt: sein "Te Deum" für Soli, Chor, zwei Harfen und zwei Orgeln (Chororgel und große Orgel). Das 1886 entstandene Werk verwirklicht eine "strenge, fast asketische Sprache", "eine verinnerlichte Ehrfurcht und Lobpreisung Gottes", wie der Herausgeber Peter Kaiser in seinem Vorwort formuliert.
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Dirigierpartitur Carus 23.326/00, ISMN 979-0-007-00882-6 48 Seiten, DIN A4, kartoniert
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Chorpartitur Carus 23.326/05, ISMN 979-0-007-10921-9 16 Seiten, DIN A4, ohne Umschlag Mindestbestellmenge: 20 Exemplare
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Stimmenset, Harmoniestimmen, Harfe 1 und 2 Carus 23.326/09, ISMN 979-0-007-19878-7 4 Seiten, 23 x 32 cm, ohne Umschlag
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  • Charles Gounod ist heute insbesondere als Komponist der Opern Faust (1859) und Roméo et Juliette (1867) sowie der sehr populären, 1859 als Ave Maria bearbeiteten Méditation sur le 1er prélude de piano de J. S. Bach (1852) bekannt. Die Tatsache, dass Gounod vor allem als bedeutender Opernkomponist gilt, wird allerdings seinem umfangreichen, alle Gattungen berücksichtigenden Œuvre nicht gerecht. Den zentralen Schwerpunkt im Schaffen Gounods bildet dabei sein kirchenmusikalisches Werk, dessen Umfang alle anderen französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts in den Schatten stellt. zur Person

Rezensionen

Württembergische Blätter für Kirchenmusik 6/2004

...Gounods Ansatz ist eher liturgisch gedacht: Der zeitliche Umfang (laut Verlag ca. 21 Minuten), die sehr bescheidenen solistischen Partien, die schon nach Vorschlag des Komponisten gut von einer reduzierten Chorbesetzung ausgeführt werden können, die relativ bescheidene Instrumentalbesetzung und auch der schlichte, meist homophone Chorsatz weisen in diese Richtung. Wichtig für eine dem Stück entsprechende Aufführung dürfte die Größe sein: Größe des Raums und des Chors. ...
Württembergische Blätter für Kirchenmusik  6/2004


... Das etwa zwanzigminütige Werk entstand 1886 und zeugt von Gounods Streben, in seiner Komposition nach dem Willen der katholischen Kirche den Text verständlich zu machen. In diesem Sinne herrschen schlichte Harmonien und überwiegend homophon geführte Stimmen vor, die nur von kurzen imitatorischen Abschnitten unterbrochen werden. Lediglich das abschließende »In te Domine speravi« ist nach dem Vorbild Palestrinas ganz durchimitiert gestaltet und bezieht sich auch durch die Verwendung der Kirchentonarten (»du septième ton«) auf die klassische Vokalpolyphonie. Beide Orgeln werden zur Erleichterung der Aufführungsbedingungen separat voneinander eingesetzt, wobei der Orgue du choeur begleitende und der Grand Orgue solistische Funktion zukommt. Die beiden Harfen - der Komponist sah ursprünglich sechs vor ? geben dem Werk sein romantisch-sanftes Klangkolorit, deren Arpeggio über einem gehaltenen Grundton in dem Satz »Fiat misericordia tua« ähnlich dem berühmten »Ave Maria« an das erste Präludium von Bach erinnert. Ein Stück, das sich wegen seiner kleinen Besetzung von vielen anderen groß-angelegten »Te-Deum« -Vertonungen der französischen Schule unterscheidet und trotz unverhohlener Süße durch seine eigentümliche Innigkeit überzeugt.
Cantate, 03-03/2005

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