Te Deum
1886
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Composer
Charles Gounod
| 1818-1893Charles Gounod is known today especially as the composer of the operas Faust (1859) and Roméo et Juliette (1867), and of the very popular Méditation sur le 1er prélude de piano de J. S. Bach (1852), arranged in 1859 as an Ave Maria. The fact that Gounod is regarded primarily as an important opera composer does not do justice to his extensive œuvre, which encompasses all genres. His creative output is dominated by his church music, which overshadows that of all other 19th-century composers. Personal details
Reviews
Württembergische Blätter für Kirchenmusik 6/2004
...Gounods Ansatz ist eher liturgisch gedacht: Der zeitliche Umfang (laut Verlag ca. 21 Minuten), die sehr bescheidenen solistischen Partien, die schon nach Vorschlag des Komponisten gut von einer reduzierten Chorbesetzung ausgeführt werden können, die relativ bescheidene Instrumentalbesetzung und auch der schlichte, meist homophone Chorsatz weisen in diese Richtung. Wichtig für eine dem Stück entsprechende Aufführung dürfte die Größe sein: Größe des Raums und des Chors. ...Württembergische Blätter für Kirchenmusik 6/2004
... Das etwa zwanzigminütige Werk entstand 1886 und zeugt von Gounods Streben, in seiner Komposition nach dem Willen der katholischen Kirche den Text verständlich zu machen. In diesem Sinne herrschen schlichte Harmonien und überwiegend homophon geführte Stimmen vor, die nur von kurzen imitatorischen Abschnitten unterbrochen werden. Lediglich das abschließende »In te Domine speravi« ist nach dem Vorbild Palestrinas ganz durchimitiert gestaltet und bezieht sich auch durch die Verwendung der Kirchentonarten (»du septième ton«) auf die klassische Vokalpolyphonie. Beide Orgeln werden zur Erleichterung der Aufführungsbedingungen separat voneinander eingesetzt, wobei der Orgue du choeur begleitende und der Grand Orgue solistische Funktion zukommt. Die beiden Harfen - der Komponist sah ursprünglich sechs vor ? geben dem Werk sein romantisch-sanftes Klangkolorit, deren Arpeggio über einem gehaltenen Grundton in dem Satz »Fiat misericordia tua« ähnlich dem berühmten »Ave Maria« an das erste Präludium von Bach erinnert. Ein Stück, das sich wegen seiner kleinen Besetzung von vielen anderen groß-angelegten »Te-Deum« -Vertonungen der französischen Schule unterscheidet und trotz unverhohlener Süße durch seine eigentümliche Innigkeit überzeugt.
Cantate, 03-03/2005