Domenico Scarlatti: Stabat Mater - App / Übehilfe | Carus-Verlag

Domenico Scarlatti Stabat Mater

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Die einzigartige räumliche Anlage und der große Umfang stellen Scarlattis “Stabat Mater” in den Kreis der ganz großen architektonischen Musikschöpfungen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der besondere musikalische Anspruch und Reiz besteht in der Unabhängigkeit der zehn Singstimmen voneinander – beeindruckend sind die Gleichwertigkeit der Stimmgruppen, die Abwechslung in den Stimmlagen und die vielfältigen Kombinationen der Stimmen, welche für eine feinsinnige, subtile Differenzierung der Stimmfarben sorgen.

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Es musizieren: Kammerchor Stuttgart - Frieder Bernius

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Anhören (10)
  • Stabat Mater
  • Cujus animam gementem
  • Quis non posset
  • Eja Mater, fons amoris
  • Sancta Mater, istud agas
  • Fac me vere tecum flere
  • Juxta crucem
  • Inflammatus
  • Fac tu animae
  • Amen
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  • Nr. 1

    Stabat Mater dolorosa
    juxta crucem lacrimosa,
    dum pendebat Filius.

    Nr. 2

    Cujus animam gementem
    contristatam et dolentem
    pertransivit gladius.

    O quam tristis et afflicta
    fuit illa benedicta
    Mater Unigeniti!

    Quae maerebat et dolebat,
    et tremebat, dum videbat
    nati poenas inclyti.

    Quis est homo qui non fleret,
    Christi Matrem si videret
    in tanto supplicio?

    Nr. 3

    Quis non posset contristari,
    Christi Matrem contemplari

    ...

  • No. 1

    A weeping mother was standing
    full of sorrow beside the cross,
    while her Son was hanging on it.

    No. 2

    Through her grieving heart,
    anguished and lamenting,
    a sword had passed.
    Oh, how sad and afflicted
    was that blessed Mother
    of an only Son!
    She mourned and grieved
    and trembled as she saw
    the suffering of her glorious Son.
    Who is the man who would not weep,
    seeing the mother of Christ
    in such torment?

    No. 3

    Who would not feel compassion,
    watching the loving mother

    ...

  • Nr. 1

    Christi Mutter stand mit Schmerzen
    bei dem Kreuz und weint' von Herzen,
    als ihr lieber Sohn da hing.

    Nr. 2

    Durch die Seele voller Trauer,
    schneidend unter Todesschauer,
    jetzt das Schwert des Leidens ging.
    Welch ein Weh der Auserkornen,
    da sie sah den Eingebornen,
    wie er mit dem Tode rang!
    Angst und Trauer, Qual und Bangen,
    alles Leid hielt sie umfangen,
    das nur je ein Herz durchdrang.
    Wer könnt' ohne Tränen sehen
    Christi Mutter also stehen
    in so tiefen Jammers Not?

    Nr. 3

    Wer nicht mit der Mutter weinen,
    seinen Schmerz mit ihrem einen,

    ...

  • Abridged Foreword of the Edition Carus 40.472

    Robert Scandrett

    Of the trio of great composers born in 1685, only Domenico Scarlatti continues to present an incomplete biographical profile. Unlike his well-documented contemporaries Handel and Bach, knowledge of Scarlatti’s life is obscured by lack of primary sources. The short recital of his significant appoint­ments and honors is little amplified by contemporary accounts, personal letters or autograph materials. Even the great collection of keyboard works does not exist in an auto­graph. The single authenticated autograph is the “Miserere” in g minor in the Vatican Library, and this is not one of his major works.

    Scarlatti’s musical output falls into two broad periods: the Italian and Portuguese years (until 1729) which were dedicated primarily to vocal works for church and theatre; and the years spent in the Spanish court, which were notable for the keyboard works which form the basis of his reputation today. Attributing dates to any of his works is a difficult procedure, and particularly those from the Portuguese period, since we must assume that many manuscripts were destroyed in the Lisbon earthquake of 1755. Newspaper accounts do­cument some performances,

    ...

  • Gekürztes Vorwort der Augabe Carus 40.472

    Robert Scandrett
    Übersetzung: Willi Schulze

    Von den drei großen Komponisten, die im Jahre 1685 geboren wurden, weist die Biografie Domenico Scarlattis immer noch große Lücken auf. Verglichen mit seinen quellenmäßig gut belegten Zeitgenossen Bach und Händel ist die Kenntnis über Scarlattis Leben durch das Fehlen von Primärquellen nur spärlich belegt. Die kurze Aufzählung seiner bedeutenden Ernennungen und Ehrungen wird durch zeitgenössische Berichte, persönliche Briefe oder andere autographe Quellen kaum ergänzt. Sogar die große Sammlung seiner Werke für Tastenin­strumente ist nicht autograph überliefert. Das einzige gesicherte Autograph ist das Miserere in g-Moll in der Vatikanischen Bibliothek, und dieses gehört nicht zu seinen größeren Werken.

    Scarlattis musikalische Werke entstanden in zwei ausgedehnten Schaffensperioden: den Jahren in Italien und Portugal (bis 1729), die er vor allem der Vokalmusik für Kirche und Theater widmete, und der Zeit am spanischen Hofe, bedeutsam für seine Klavierwerke, die bis heute die Grundlage seines Ansehens bilden. Seine Werke zu

    ...

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  • Domenico Scarlatti, geboren im gleichen Jahr wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, war der Sohn des zu seiner Zeit äußerst bekannten und sehr produktiven Komponisten Alessandro Scarlatti. Er wurde vom Vater und von B. Pasquini in Rom als Musiker ausgebildet. 1715 erhielt er seine Ernennung als Kapellmeister an der Peterskirche in Rom, wo er die berühmte Cappella Giulia leitete. Später war er unter anderem als sehr gefragter Cembalist und Lehrer in Europa unterwegs. Im Rahmen seiner Tätigkeit an der Cappella Giulia und später, als er am Hofe Johannes V. in Lissabon tätig war, gehörte die Kirchenmusik zu einem seiner Hauptaufgabenkreise. Mit den bisher bekannt gewordenen Werken ist erst ein Teil seines wertvollen kirchenmusikalischen Œuvres sichtbar geworden, welches vom schlichten Miserere-Psalm bis zum zehnstimmigen Stabat Mater reicht. zur Person
  • Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte 1968 die Gründung des Kammerchors Stuttgart, den er bald zu einem der führenden Ensembles seiner Art machte. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte. Frieder Bernius’ Arbeit ist im Label Carus vielfach auf Schallplatte und CD dokumentiert. Viele Einspielungen wurden mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Im Rahmen des Deutschen Chorfests in Stuttgart wurde Frieder Bernius vom Carus-Verlag für seine Gesamteinspielung der geistlichen Vokalmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer Goldenen CD ausgezeichnet. zur Person

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