Große Mariazeller Messe in C
Missa Cellensis in honorem BVM. Cäcilienmesse Hob. XXII:5, 1766
Der Ausdruck innigster Freude, die zutiefst emotionale und sorgfältige Darstellung des Textes und der Rückgriff auf Techniken der Oper, was Haydn später als "Weltlichkeit" zum Vorwurf gemacht wurde, sind herausragende Merkmale der Missa Cellensis C-Dur (Große Mariazeller Messe). Außerdem nimmt die Messe auch aufgrund ihrer gewaltigen Dimension – mit einer Aufführungsdauer von etwa einer Stunde und der Besetzung mit Trompeten und Pauken – eine isolierte Stellung in Haydns Ouvre ein. Wer dieses Werk einstudiert, wird zustimmen, dass es "etwas unbeschreiblich Rührendes" und "das Innerste der Seele tief bewegendes" an sich hat, wie ein Rezensent bereits 1804 schrieb.
Einfach Üben. Jederzeit. Überall.
Ob zu Hause am Tablet oder PC oder unterwegs am Smartphone: Mit carus music, the Choir Coach, haben Sie Ihre Chorwerke immer zum Üben dabei! Auf allen Endgeräten können Sie mit der Chor-App carus music Ihre Notenausgabe zusammen mit einer erstklassigen Einspielung hören und mit einem Coach dabei leicht Ihre eigene Chorstimme üben. Mit carus music ist Ihre Konzert-Vorbereitung einfach, effizient und mit Spaß zu meistern!
Es musizieren: Lydia Teuscher (soprano), Marianne Beate Kielland (alto), Markus Schäfer (tenore), Harry van der Kamp (basso) – Chor "Anima Eterna", Orchester "Anima Eterna" – Jos van Immerseel
Inhaltsverzeichnis
-
Komponist*in
Joseph Haydn
| 1732-1809Als Kapellmeister des Fürsten Esterházy schuf Haydn neben zahlreicher Instrumentalmusik und verschiedenen Opern auch gewichtige Beiträge zur Kirchenmusik, u.a. die vierzehn lateinischen Messen, von denen allerdings nur zwölf authentisch bzw. vollendet sind; dazu Motetten und Offertorien, zwei gewichtige Te Deum-Vertonungen, zwei Salve Regina, ein Stabat Mater sowie die unterschiedlichen Fassungen der Sieben Worte des Erlösers am Kreuze. Die Messen sind, mit Ausnahme der Jahre 1783–1795, zwischen 1749 und 1802 kontinuierlich entstanden und bilden damit die Gattung, mit der sich Haydn am längsten beschäftigt hat. Die bis 1782 komponierten sechs (authentischen bzw. vollständigen) Messen sind stilistisch sehr unterschiedlich, neben kurzen Missae breves stehen auch ausgedehnte Messen mit reicher Orchesterbesetzung; dagegen bilden die sechs, ab 1796 entstandenen sog. späten Messen eine vergleichsweise homogene Gruppe groß besetzter und umfangreicher Werke. Mit seinen beiden großen Oratorien Die Schöpfung (1798) und Die Jahreszeiten (1801) begründet Haydn die Tradition des bürgerlichen deutschen Oratoriums. zur Person
-
Dirigent*in
Jos van Immerseel
Jos van Immerseel, geboren im belgischen Antwerpen, studierte Klavier, Orgel, Gesang, Cembalo (Kenneth Gilbert) und Orchesterleitung (Daniel Sternefeld). 1973 gewann er den ersten Cembalo-Wettbewerb von Paris. Seine vielgerühmten historischen Aufführungen beruhen auf einem ständigen Dialog zwischen der Praxis, der musikwissenschaftlichen Forschung, insbesondere seinem Studium der Rhetorik in der Musik, und der Musikinstrumentenkunde. Im Laufe der Jahre trug Jos van Immerseel eine eindrucksvolle Sammlung historischer Cembali und Konzertflügel zusammen; das für eine Aufführung jeweils am besten geeignete Instrument nimmt er mit auf seine Konzertreisen und zu seinen Aufnahmen. Seine Einspielungen als Solist wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter ein Diapason d´Or und Le Choc du Monde de la Musique. Van Immerseel leitet Meisterklassen in Europa, Japan und den USA und lehrte an der Schola Cantorum Basiliensis, dem Conservatoire National Supérieur de Paris und dem Sweelinck Conservatorium Amsterdam. Die Akademie für Alte Musik Berlin, die Wiener Akademie, Musica Florea Prag und viele andere Orchester verpflichteten ihn als Gastdirigenten. 1987 gründete Jos van Immerseel sein eigenes Orchester Anima Eterna, mit dem er eine lange Reihe preisgekrönter Einspielungen u. a. bei den Labels Accent, Channel Classics und Sony vorgelegt hat. zur Person
-
Sopran-Solo
Lydia Teuscher
-
Alt-Solo
Marianne Beate Kielland
Marianne Beate Kielland (Mezzosopran) absolvierte ihr Gesangsstudium in Oslo und New York u. a. bei Barbara Bonney und belegte Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau. Als eine der renommiertesten norwegischen Konzertsängerinnen arbeitete sie u. a. mit dem Oslo Philharmonic Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra, Orchestre Champs-Elysées, Concerto Köln und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie dem RIAS Kammerchor, Collegium Vocale Gent und der Gächinger Kantorei. Sie konzertierte unter Dirigenten wie Phillippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Joshua Rifkin, Manfred Honneck und trat bei wichtigen Festivals auf, darunter die Haydn-Festspiele Eisenstadt, die Bregenzer Festspiele, das Brugge Baroque Festival und das Bergen International Festival. zur Person
-
Tenor-Solo
Markus Schäfer
-
Bass-Solo
Harry van der Kamp
Harry van der Kamp sang weltweit das ganze Solo- und Ensemble repertoire des 16. bis 18. Jahrhunderts. Er konzertierte unter Leonhardt, Harnoncourt, Koop man, Herreweghe, Brüggen sowie mit dem Hilliard Ensemble, Les Arts Florissant, Cantus Cölln u. a. Mit seinem eigenen Gesualdo Consort Amsterdam führt er das ganze Madrigal oeuvre des 16. und 17. Jahrhunderts auf. Zahlreiche Erstaufnahmen, darunter Sweelinck’s Gesamtoeuvre, wurden hochgelobt. Van der Kamp ist Edison-, Grammy-, Echo-, Diapason d’or-, Midipreisträger und wurde 2010 zum Ritter im Orden des Niederländischen Löwen sowie 2012 zum Ehrenbürger von Amsterdam ernannt. Er ist Professor Emeritus der Hochschule für Künste Bremen, und unterhalt eine rege Tätigkeit als Meisterkursdozent und Wettbewerbsjuror. zur Person