Wilhelm Friedemann Bach: Concerti (FBO) - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

Wilhelm Friedemann Bach Concerti (FBO)

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In Wilhelm Friedemann Bachs Schaffen spielt die Orchestermusik eine bedeutende Rolle. Trotz ihres hohen spieltechnischen Anspruchs handelt es sich keinesfalls um bloße Schaustücke. Wie durchgearbeitet seine Kompositionen sind, welches hohe Niveau sie erreichen, demonstrieren die vier auf dieser CD eingespielten Werke. Eine Besonderheit ist die Weltersteinspielung des Flötenkonzerts in D von Wilhelm Friedemann Bach – es wurde erst 1999 von Prof. Christoph Wolff (Harvard University) in dem verschollen geglaubten Notenarchiv der Berliner Singakademie in Kiew entdeckt. „Ein Juwel!“ Classics Today
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Compact Disc Carus 83.304/00, EAN 4009350833043 CD, Jewel Case
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  • Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastians, genoss den Ruf, einer der herausragenden, zugleich aber auch eigenwilligsten Komponisten seines Zeitalters zu sein. Sein Werk stellt den ehrgeizigen Versuch dar, das Erbe des Vaters aufzunehmen und dem Geschmack seiner Generation entsprechend weiterzuentwickeln. Hochgesteckte künstlerische Ambitionen sind in nahezu sämtlichen Werken W. F. Bachs zu erkennen – von den frühen Klavierstücken über die Kantaten der mittleren Schaffenszeit bis hin zu den späten Sonaten und Fantasien. Aus Wilhelm Friedemann Bachs Feder stammen Klavier- und Kammermusik, Konzerte und geistliche Kantaten. Auf hohem kompositionstechnischem Niveau unternimmt er eine reizvolle Synthese von hochbarock-komplexem und galant-empfindsamem Stil. Während seine Instrumentalwerke vornehmlich in Dresden (1733–1746) und Berlin (1774–1784) entstanden und einem prachtvollen höfischen Stil verpflichtet sind, gehören die Vokalwerke seiner Wirkungszeit als Organist und Musikdirektor der Hallenser Marktkirche (1746–1764) an und zeichnen sich durch ihre expressive Kühnheit und Virtuosität aus. zur Person
  • Das Freiburger Barockorchester (FBO) blickt auf eine über fünfundzwanzigjährige Erfolgsgeschichte zurück: Aus studentischen Anfängen entstand innerhalb weniger Jahre ein international gefragter Klangkörper, der inzwischen regelmäßig in den bedeutendsten Konzert- und Opernhäusern gastiert. Seit Mai 2012 verfügen die „Freiburger“ gemeinsam mit ihren Kollegen vom ensemble recherche über ein international einzigartiges Domizil: das Ensemblehaus Freiburg, eine musikalische Werkstatt und Ideenschmiede für zwei Spitzenensembles der Alten und Neuen Musik unter einem Dach. Das FBO arbeitet mit bedeutenden Künstlern wie René Jacobs, Andreas Staier, Jean-Guihen Queyras, Isabelle Faust, Kristian Bezuidenhout, Christian Gerhaher und Pablo Heras-Casado zusammen. Der künstlerische Erfolg dieser musikalischen Partnerschaften äußert sich in zahlreichen CD-Produktionen und der Verleihung prominenter Auszeichnungen wie dem ECHO Klassik Deutscher Musikpreis 2011, 2012, 2013 und 2014, dem Edison Classical Music Award 2012 und 2013, dem Gramophone Award 2011 und 2012, sowie dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2009. Unter der künstlerischen Leitung seiner beiden Konzertmeister Gottfried von der Goltz und Petra Müllejans sowie unter der Stabführung ausgewählter Dirigenten präsentiert sich das FBO mit rund einhundert Auftritten pro Jahr in unterschiedlichen Besetzungen vom Kammer- bis zum Opernorchester: ein selbstverwaltetes Ensemble mit eigenen Konzertreihen im Freiburger Konzerthaus, in der Stuttgarter Liederhalle und der Berliner Philharmonie und mit Tourneen in der ganzen Welt. zur Person
  • Gottfried von der Goltz hat sich als Barockgeiger und als künstlerischer Leiter des Freiburger Barockorchesters einen international beachteten Namen gemacht. Wie im 18. Jahrhundert üblich, leitet er das FBO vom Pult des Konzertmeisters aus. Darüber hinaus vertauscht er gelegentlich die Geige mit dem Dirigentenstab, wie beispielsweise in dem auf mehrere Jahre hinaus angelegten Beethoven-Zyklus des Freiburger Barockorchesters. Mit erfolgreichen CD-Einspielungen der lange zu Unrecht vergessenen Musik des Dresdner Barock und der Bach-Söhne ließ Gottfried von der Goltz die Fachwelt aufhorchen. Dennoch möchte er sich nicht als Spezialist auf ein bestimmtes Repertoire festlegen lassen. Seine umfangreiche Diskographie, die sich vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart erstreckt, weist ihn vielmehr als einen ungemein vielseitigen und flexiblen Musiker aus. Neben vielschichtigen kammermusikalischen Engagements hat Gottfried von der Goltz auch die künstlerische Leitung des Norsk Barokkorkesters inne. Darüber hinaus ist er als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg ein gefragter Lehrer für barocke und moderne Violine. zur Person
  • Robert Hill ist seit 1990 Professor für historische Tasteninstrumente und historische Aufführungspraxis an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg (BRD). 1974 schloss er sein Studium als Cembalist bei Gustav Leonhardt in Amsterdam ab. 1987 promovierte er an der Harvard-Universität (USA) mit einer musikwissenschaftlichen Arbeit über die Authentizität und Quellen von J. S. Bachs frühen Kompositionen für Tas ten instrumen te. Als Klavierist beschäftigt er sich mit dem Tastenrepertoire von ca. 1600 bis 1900. Hill er hielt mehrere angesehene Auszeichnungen, u. a. ein Sti pen dium durch das Na tional Endowment for the Arts Solo Reci talist Award (1983) und wurde mit dem Cannes Classical Award 2002 für seine Aufnahme mit Guido Larisch von Werken für Violoncello und Forte piano von Ferdinand Ries ausgezeichnet. zur Person
  • Karl Kaiser studierte an den Hochschulen in Köln und Münster Quer- und Traversflöte sowie Musikwissenschaft. Seitdem konnte er sich als Solist, Kammer- und Orchestermusiker im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis sowie als Pädagoge einen hervorragenden Namen machen und hat an zahlreichen CD-Produktionen mitgewirkt. Seit vielen Jahren ist er Mitglied und Solist des Freiburger Barockorchesters sowie seit 30 Jahren Flötist der Camerata Köln. Karl Kaiser ist Gründungsmitglied des Orchesters La Stagione Frankfurt und Flötist des Ardinghello-Ensembles für romantische Kammermusik. Er unterrichtet als Professor für Traversflöte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und an der Musikhochschule in Freiburg. 2010 erschien sein Buch „Basiswissen Barockmusik“ sowie Anfang 2014 „Principes de la flûte“ über die Lehren des Jacques Hotteterre. zur Person
  • Geboren 1956, studierte Michael Behringer zunächst in Freiburg Kirchenmusik, danach in Wien und Amsterdam Orgel und Cembalo. Er ist als Cembalist und Continuospieler mit zahlreichen Solisten und Ensembles aufgetreten, in den letzten Jahren vor allem mit Jordi Savall, Hesperion XX, dem Freiburger Barockorchester und dem Balthasar-Neumann-Ensemble von Thomas Hengelbrock. Mit verschiedenen CD-Produktionen war er an einer Bach-Gesamtaufnahme ebenso wie an weiteren Editionen Bachscher Werke beteiligt. Michael Behringer unterrichtet an der Musikhochschule in Freiburg Cembalo und Continuospiel. zur Person
  • Gottfried von der Goltz hat sich als Barockgeiger und als künstlerischer Leiter des Freiburger Barockorchesters einen international beachteten Namen gemacht. Wie im 18. Jahrhundert üblich, leitet er das FBO vom Pult des Konzertmeisters aus. Darüber hinaus vertauscht er gelegentlich die Geige mit dem Dirigentenstab, wie beispielsweise in dem auf mehrere Jahre hinaus angelegten Beethoven-Zyklus des Freiburger Barockorchesters. Mit erfolgreichen CD-Einspielungen der lange zu Unrecht vergessenen Musik des Dresdner Barock und der Bach-Söhne ließ Gottfried von der Goltz die Fachwelt aufhorchen. Dennoch möchte er sich nicht als Spezialist auf ein bestimmtes Repertoire festlegen lassen. Seine umfangreiche Diskographie, die sich vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart erstreckt, weist ihn vielmehr als einen ungemein vielseitigen und flexiblen Musiker aus. Neben vielschichtigen kammermusikalischen Engagements hat Gottfried von der Goltz auch die künstlerische Leitung des Norsk Barokkorkesters inne. Darüber hinaus ist er als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg ein gefragter Lehrer für barocke und moderne Violine. zur Person

Rezensionen

Wilhelm Friedemann Bach : Concerti

Wilhelm Friedemann Bach : Concerti

La pochette indique « Les Fils Bach I ». On a donc là le premier CD d’une série dont on ignore en quoi elle consistera : un CD par fils Bach, ou plus? Annonce comme une première mondiale, le « Concerto pour flûte » redécouvert en 1999 à Kiev dans les archives de la Singakademie de Berlin a déjà fait l’objet d’au moins deux enregistrements. Attribuée aussi, mais par erreur, à Quantz, cette ?uvre dense et expressive date sans doute, du moins telle qu’elle nous est parvenue, de l’ultime période berlinoise du compositeur (vers 1775). La Sinfonia  en ré mineur, vraisemblablement de l’époque de Dresde (vers 1740). Fut longtemps l’ouvrage le plus connu de Wilhelm Friedemann, en raison notamment de sa splendide fugue terminale. Peut-être fut-elle destinée à un office de cour catholique.
Dédié en 1767 à la princesse Maria Antonia de Saxe, le Concerto en mi mineur est le plus long et le plus homophone des quatre pour clavecin et cordes achevés par le compositeur. C’est aussi le dernier en date, et sa partie soliste évoque parfois le pianoforte (instrument adopte pour la présente version). La source principale du grandiose Concerto en mi bémol majeur pour deux  clavecins (sans doute du début des années 1740) ajoute aux cordes deux tors, et une autre source encore deux trompettes et les timbales. Ces cinq instruments sont tous utilisés ici : la musique sonne donc assez massivement, ce dont on ne se plaint pas. Dans le « Cantabile » central en ut mineur l’orchestre se tait, ce qui donne un extrait de concerto pour deux clavecins seuls. Ces partitions ont toutes été enregistrées, mais rarement aussi bien qu’ici. Cela ne vaut pas que pour le Concerto pour flûte, dont nous tenons l’interprétation la plus satisfaisante, mais pour l’ensemble du programme, fort bien rendu et agréablement varie.

Marc Vigna
Quelle : Les Disques

Wilhelm Friedemann Bach: Concerti

At the center of the newly discovered flute concerto lies a heartfelt largo, at nine minutes a genuine challenge to player Karl Kaiser, who manages to sustain the musical line impressively despite the hollow tone and unevenness of register inherent in virtually all performances on Baroque flute. With its vivacious outer movements, this concerto is quite a discovery (flutists take note) and Carus Verlag also publishes the score. For the cembalo concerto in E minor (as well as for the flute concerto and the Sinfonia), keyboard player Michael Behringer opts for a fortepiano rather than a traditional harpsichord. This was a marvelous idea for several reasons. First, it permits him to give an appropriately dynamically inflected performance of the concerto, the longest work here, avoiding the aural fatigue that accompanies so many recordings featuring harpsichord. Second, in the other two works his continuo playing remains thankfully unobtrusive, a critical factor in the success of the Flute Concerto where balance between soloist and orchestra always is an issue.
Finally, his choice of instrument throws into brilliant relief the disc’s concluding work, the Concerto for Two Cembalos in E-flat, a thrilling piece in which the opposition of two harpsichords to a large orchestra including trumpets and drums (very unusual for the time) creates an explosive sonic panorama and sets the seal on W. F. Bach’s claim to be taken seriously as a composer with a distinctive voice. On the whole this is brilliant, muscular music, and the Freiburg Baroque Orchestra tears into it with relish. As period-instrument fans will know, this ensemble stands at the far left of the „historically informed performance” movement, generating sounds of a gruffness that, allied to emphatic rhythmic emphasis, may well startle those used to a more elegant and small-scaled approach--but it certainly works here. In particular, these renditions offer the necessary color and energy to sustain the long opening movements with total conviction (the opening of the double concerto is almost overpowering at 11-plus minutes), and, as noted above, they are stunningly recorded. No doubt about it: this one’s a gem.

David Hurwitz
Quelle: Classics today

[...] Das Freiburger Barockorchester und der Carus-Verlag Stuttgart schenken in einer CD-Reihe den kompositorisch wirkenden Söhnen des großen Maestro die Aufmerksamkeit: ein dankenswertes Handeln. [...] Kurz und gut: eine rundherum erfreuliche und sehr empfehlenswerte CD!

Lvdia Naumann
klassik.com, 29.10 2002

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