Wilhelm Friedemann Bach: Concerti & Trios - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

Wilhelm Friedemann Bach Concerti & Trios

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Wilhelm Friedemann Bach galt als einer der größten Orgel- und Klaviervirtuosen seiner Zeit. Die Grundlagen für diesen Ruf schuf er bereits in jungen Jahren, vornehmlich während seiner Amtszeit als Organist der Dresdner Sophienkirche. In den 1740er Jahren sind zudem mehrere öffentliche Auftritte W. F. Bachs als Cembalovirtuose in Leipzig nachgewiesen, während in Dresden seine Teilnahme an musikalischen Soireen in Adelshäusern und vielleicht auch bei Hofe anzunehmen ist. Kompositorische Erträge dieser Auftritte sind seine brillanten Cembalokonzerte, von denen das in g-Moll hier erstmals eingespielt wurde. Eine Sonate und ein Trio ergänzen die immer noch recht lückenhafte Diskographie des ältesten Bach-Sohnes.
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Compact Disc Carus 83.357/00, EAN 4009350833579 CD, Digipac
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19,90 € / St.
  • Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastians, genoss den Ruf, einer der herausragenden, zugleich aber auch eigenwilligsten Komponisten seines Zeitalters zu sein. Sein Werk stellt den ehrgeizigen Versuch dar, das Erbe des Vaters aufzunehmen und dem Geschmack seiner Generation entsprechend weiterzuentwickeln. Hochgesteckte künstlerische Ambitionen sind in nahezu sämtlichen Werken W. F. Bachs zu erkennen – von den frühen Klavierstücken über die Kantaten der mittleren Schaffenszeit bis hin zu den späten Sonaten und Fantasien. Aus Wilhelm Friedemann Bachs Feder stammen Klavier- und Kammermusik, Konzerte und geistliche Kantaten. Auf hohem kompositionstechnischem Niveau unternimmt er eine reizvolle Synthese von hochbarock-komplexem und galant-empfindsamem Stil. Während seine Instrumentalwerke vornehmlich in Dresden (1733–1746) und Berlin (1774–1784) entstanden und einem prachtvollen höfischen Stil verpflichtet sind, gehören die Vokalwerke seiner Wirkungszeit als Organist und Musikdirektor der Hallenser Marktkirche (1746–1764) an und zeichnen sich durch ihre expressive Kühnheit und Virtuosität aus. zur Person
  • Sebastian Wienand (*1984) ist ein Cembalist und Fortepianist der jungen Generation. Er erhielt mit fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht und schloss das Instrument sofort in sein Herz. Noch bevor sich ihm später die faszinierende Welt der Barockmusik und der historischen Instrumente erschloss, war ihm klar, dass er sein Leben lang Musik machen würde. Sebastian Wienand ist mittlerweile ein gefragter Solist und Kammermusikpartner und konzertiert mit Gruppen wie dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, London Baroque, Les Plaisirs du Parnasse, Concerto Vocale und dem Ensemble l'Ornamento auf nationalen und internationalen Festivals wie den Mozart-Festspielen Salzburg, Musica Antiqua Brügge, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, La Folle Journée, den Schwetzinger Schlossfestspielen oder den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Darüber hinaus wirkt er seit einigen Jahren regelmäßig als musikalischer Assistent des belgischen Dirigenten René Jacobs bei Opernproduktionen mit. Mit dem Freiburger Barockorchester war er auch bereits als Solist mit einem Mozart-Klavierkonzert bei dem Arts Festival in Hongkong zu hören. Eine CD-Aufnahme des Idomeneo von Mozart unter René Jacobs mit Wienands Rezitativbegleitung am Hammerklavier erhielt 2009 den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Diverse Radio-, CD- und Fernsehaufzeichnungen belegen seine vielfältige künstlerische Arbeit. zur Person
  • Werner Saller, Exkursionen auf zahlreichen Instrumenten, wie Blockflöte, Akkordeon und Zither bis zur Posaune, über den Kontrabass zur Gambe – das Endziel war die Bratsche. Jahrelange Praxis in bayerischer Volksmusik und im Gamben-Consortspiel prägten seinen musikalischen Lebenslauf. Sein Studium führte ihn nach München und Lübeck, wo er bei Prof. Barbara Westphal studierte. Er besuchte Kurse für Solo- und Kammermusik sowie Barockbratsche bei Michi Gaigg, Ingrid Seifert, Ronny Rogoff, Prof. Walter Levin, Christoph Coin. Er ist Mitglied des Freiburger Barockorchesters und spielt in verschiedenen Orchester- und Kammermusikformationen wie La Stagione, Freitagsakademie, AlmaViva und anderen. zur Person
  • Martina Graulich, Violine. Ihr Interesse gilt vor allem der Alten Musik. So ist sie Mitglied des Freiburger Barockorchesters. 2003 wurde das Ensemble Ciacona gegründet, das sich für die böhmische, italienische und deutsche Violinmusik des 17. und 18. Jahrhunderts begeistert. Als Dozentin wurde sie zu den Encontros de Musica da Casa de Mateus, Portugal eingeladen. Sie wirkte bei zahlreichen CD-Einspielungen mit, z. B. bei den Londoner Sinfonien (Haydn) in der Quintettbearbeitung von Solomon mit der Camerata des 18. Jahrhunderts Amsterdam. Bei Carus erschien ihre CD Pisendel & Dresden (Carus 83.162) mit Violinsonaten vom Dresdner Hof. zur Person
  • Die Geigerin Anne Katharina Schreiber ist seit 1988 Gesellschafterin des Freiburger Barockorchesters, mit dem sie auch als Solistin in Konzerten und auf CDs zu hören ist. Als Konzertmeisterin arbeitet sie regelmäßig mit Ensembles mit barockem und modernem Repertoire, wie dem ensemble recherche, der Akademie für Alte Musik, dem Kammerorchester Basel, dem Balthasar- Neumann-Ensemble und dem Collegium Vocale Gent unter Dirigenten wie Ivor Bolton, René Jacobs, Thomas Hengelbrock, Markus Creed und Philippe Herreweghe. Seit 25 Jahren ist Anne Katharina Schreiber Mitglied des Trio Vivente, mit dem sie ebenfalls zahlreiche CD-Aufnahmen eingespielt hat. Neben ihrer Triotätigkeit tritt sie als gefragte Kammermusikpartnerin in unterschiedlichen Formationen auf. Anne Katharina Schreiber unterrichtet an der Hochschule für Musik in Freiburg. zur Person
  • Ute Petersilge, Violoncello. An ihr Studium in Freiburg bei Marcal Cervera schloss sie ein Barockcellostudium in Den Haag bei Richte van der Meer an. Anschließend ging sie nach Freiburg zurück, um im Freiburger Barockorchesters zu spielen, erlebte seine Gründungszeit, die Jahre des Aufbaus und der Blüte. Zugleich begann sie im belgischen Orchester Anima Eterna unter der Leitung von Jos van Immerseel zu spielen. In beiden Ensembles spielt sie nach wie vor oft und gerne. Ihr Repertoire zieht sich durch alle Stilepochen vom 17. bis ins 21. Jahrhundert. Neben der Orchester- und Kammermusik widmet sie sich immer wieder auch der Sololiteratur. Ihre Wahlheimat ist Forst bei Bruchsal, wo sie in ihrer Familie naturnah musikalische Projekte vorbereiten kann und immer wieder Entspannung findet. Ihre Liebe gilt auch dem Anfängerunterricht von Kindern. zur Person
  • Frank Coppieters, 8-Fuß G-Violone, ist Professor für Kontrabass und Kammermusik am Koninklijk Muziekconservatorium von Gent und Brüssel. In Brüssel unterrichtet er auch historischen Kontrabass und G-Violone. Er ist im In- und Ausland aktiv mit Ensembles wie Il Gardellino, Ricercar Consort, Ensemble Explorations, Ensemble Ciacona, Bach Collegium Japan, Amsterdams Barokorkest und dem Freiburger Barockorchester. Er hat bei vielen CD-Aufnahmen mitgewirkt. Auf dem modernen Kontrabass nahm er eine Solo-CD auf mit virtuosen Werken für sein Instrument (Gailly Records). zur Person

Rezensionen

Sebastian Wienand gives excellent performances of the solo lines. The irregularity of the keyboard parts comes off very well, and the interventions of the strings are as unexpected as they should be. In Wilhelm Friedemann's music the unpredictability has to be realised perfectly, and that is the case here.
(Johan van Veen, musicweb-international, Juli 2011)

[Sebastian Wienand is] a tremendously engaging player and a generous team player too: with the accompaniment of single strings these two concertos have an intense, concentrated chamber feel which actually makes a great deal of sense of Friedemann's slightly neurotic and highly strung instrumental style. [...] Sebastian Wienand, the intelligent harpsichordist, is certainly someone to watch out for in the future.
(Simon Heighes, International Record Review, Juni 2011)

[...] The overriding impression of this disc is of convincing and intelligent interpretations. Sebastian Wienand is a persuasive advocate for this repertoire: his technical control is evident throughout, and the clarity of articulation and expressive nuance ideally suited to the music. His solo string ensemble [...] play with conviction and an expressivity which matches Wienand's playing perfectly. [...]
(Warwick Cole, Early Music Review, April 2011)

[...] Das energiegeladene Spiel der Interpreten in Kombination mit den anspruchsvollen und noch weitestgehend unbekannten Werken sorgt für eine außerordentlich gute Bilanz bei der Bewertung dieser empfehlenswerten Aufnahme.
(Marion Beyer, klassik.com, 19.01.2011)

[...] ein Feuerwerk von funkelnden Details, das diese Musik so einzigartig macht. Maßgeblich dazu beigetragen haben auch die Interpreten rund um den Cembalisten Sebastian Wienand, deren Spiel ebenso unkonventionell und zupackend ausgefallen ist wie die Musik selbst.
(Jan Ritterstaedt, WDR 3 TonArt, 14.12.10)

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