Claviermusik II
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Wilhelm Friedemann Bach
| -1784Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastians, genoss den Ruf, einer der herausragenden, zugleich aber auch eigenwilligsten Komponisten seines Zeitalters zu sein. Sein Werk stellt den ehrgeizigen Versuch dar, das Erbe des Vaters aufzunehmen und dem Geschmack seiner Generation entsprechend weiterzuentwickeln. Hochgesteckte künstlerische Ambitionen sind in nahezu sämtlichen Werken W. F. Bachs zu erkennen – von den frühen Klavierstücken über die Kantaten der mittleren Schaffenszeit bis hin zu den späten Sonaten und Fantasien. Aus Wilhelm Friedemann Bachs Feder stammen Klavier- und Kammermusik, Konzerte und geistliche Kantaten. Auf hohem kompositionstechnischem Niveau unternimmt er eine reizvolle Synthese von hochbarock-komplexem und galant-empfindsamem Stil. Während seine Instrumentalwerke vornehmlich in Dresden (1733–1746) und Berlin (1774–1784) entstanden und einem prachtvollen höfischen Stil verpflichtet sind, gehören die Vokalwerke seiner Wirkungszeit als Organist und Musikdirektor der Hallenser Marktkirche (1746–1764) an und zeichnen sich durch ihre expressive Kühnheit und Virtuosität aus. zur Person
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Herausgeber*in
Dr. Thorsten Preuß
Produzent BR zur Person
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Vorwortverfasser*in
Peter Wollny
| 1961
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Solist*in
Leon Berben
Léon Berben darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber hinaus weisen ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe seiner Generation der „Alten Musik“-Szene aus. Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1790. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen besonderen Rang. Seine Solo- CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Diapason d’Or, dem Choc von Le Monde de la Musique und dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Léon Berben wurde 1970 in Heerlen (Niederlande) geboren und lebt in Köln. Er studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag als letzter Schüler von Gustav Leonhardt wie auch bei Rienk Jiskoot, Ton Koopman und Tini Mathot, und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Seit 2000 war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel) tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs ein. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führte wie z. B. Klavier Festival Ruhr, Internationaal Orgelfestival Haarlem, Schleswig Holstein Musik Festival, Bodensee Musikfestival, Festival Oude Muziek Utrecht, Rheingau Musikfestival, Bach Festival Montréal, Festival de Saintes, Lucerne Festival, Festival de Música Antiga de Barcelona. Zu seinen Kammermusikpartnern gehört u. a. Concerto Melante, ein Ensemble der Berliner Philharmoniker. zur Person
Rezensionen
Wie die erste Folge ist auch diese zweite wieder sehr interessant und musikalisch überzeugend. Berbens Spiel ist technisch souverän; seine Interpretationen sind immer spanned und fesselnd.
Johann van Veen, Toccata 96/2018
...musically Berben delivers outstanding performances.
Johann van Veen, musica-dei-donum.org, Herbst 2016
Und was Berben dabei an den Instrumenten vorführt, ist purer Sturm und Drang [...]. Zweifellos eine fantastische Einspielung [...].
Hagen Kunze, bach magazin, Herbst/Winter 2015/16
Leon Berben spielt die Sonaten und Phantasien mit hörbarem Verve und pianistischer Überlegenheit, arbeitet die Strukturen mit variierter Agogik heraus.
Rainer Goede, orgel-information.de, März/August 2015
… a superb album of W. F. Bach's keyboard music.
Lynn René Bayley, fanfaremag.com, 2. Juni 2015
There's a good chance that whatever your expectations of the music on this excellent CD by Dutch harpsichordist Léon Berben they will be modified, if not overturned. This is music which exudes excitement, originality, energy and color from first note to last. Berben responds admirably to these qualities. He is obviously enjoying the experience of presenting us with a couple of première recordings too: the other Fantasia here, in C minor [tr.13], and the F Major sonata [tr.s 17-19].
Mark Sealey, classical.net, 17.April 2015