Helene Schneiderman

Zur Person

Helene Schneiderman zählt zu den international renommierten lyrischen Mezzosopranistinnen. Ihr breit gefächertes Repertoire umfasst neben den großen Oratorien und zahllosen Liedern aus drei Jahrhunderten über 65 Opernpartien. Von den Opern Monteverdis, Jomellis und Händels bis zum Rosenkavalier von Richard Strauss oder zu Adriana Hölszkys Bremer Freiheit, von den Mozart-Partien Dorabella und Sesto bis zur Carmen oder zur Nancy in Martha. Zu ihrer Domäne gehören besonders Rossinis Koloraturpartien Zaida, Isabella, Cenerentola und Rosina. Ihr erstes Engagement führte sie nach dem Gesangsstudium in ihrer amerikanischen Heimat nach Deutschland an das Theater Heidelberg und von dort an das Staatstheater Stuttgart, wo sie schon nach kurzer Zeit zum Publikumsliebling avancierte, und dem sie seit 25 Jahren die Treue hält. Gastengagements führten Helene Schneiderman u.a. an die Mailänder Scala, die New York City Opera, Covent Garden Opera London, die Opéra National de Paris, zu den Salzburger Festspielen, den Festspielen in Glyndebourne sowie an die Opernhäuser von Berlin, Dresden, München, Wien, Rom, Tel Aviv und San Francisco, um nur einige zu nennen. Die Liste der Dirigenten, mit denen Helene Schneiderman zusammengearbeitet hat, reicht von den Rossini- Spezialisten Alberto Zedda und Gabrielle Ferro über Andris Nelsons bis zu Christian Thielemann. Für Leonard Bernstein sang sie im Rahmen des Beethovenfestes 1989 dessen Lieder. Helene Schneiderman wurde für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg und dem Titel Kammersängerin des Staatstheaters Stuttgart. Für ihre Verdienste um die christlich-jüdische Zusammenarbeit wurde sie mit der Otto-Hirsch-Medaille geehrt. Helene Schneiderman ist Professorin am Mozarteum Salzburg.