Peter Cornelius / Denis Rouger (arr.): In Lust und Schmerzen - Noten | Carus-Verlag

Peter Cornelius / Denis Rouger (arr.) In Lust und Schmerzen

Arrangement von Denis Rouger op. 4,1, 1854

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Peter Cornelius bezeichnete sich selbst einmal als „Dichterkomponist“, denn zu zahlreichen seiner Lieder verfasste er die Texte selbst. So auch bei In Lust und Schmerzen, dem ersten Lied der drei Liebeslieder, die das Opus 4 umfasst. Im Herbst 1854 schrieb Cornelius diese Lieder in Weimar, wo er in der Nachbarschaft des von ihm hochgeschätzten Franz Liszt wohnte. Dessen Einfluss ist auch in der drängenden Klavierbegleitung und der gehäuft verwendeten Chromatik spürbar, die Cornelius als Mittel wählt, den emotionalen, zwischen „Lust und Leiden“, zwischen „Kampf und Ruh“ schwankenden Textinhalt in Musik zu fassen. Die Vorgabe „Leidenschaftlich bewegt“ beschreibt treffend den Charakter des Liedes.

Das vorliegende Kunstlied wurde ursprünglich nicht für Kammerchor, sondern für eine Solostimme und Klavier geschaffen. Denis Rouger hat es behutsam den Bedürfnissen und Ausdrucksmöglichkeiten eines größeren Ensembles angepasst, ohne dabei die Qualitäten des Originals zu verleugnen. Jede Stimme im Chor erhält ihre aus dem harmonischen und rhythmischen Gerüst extrahierte Melodielinie. Dabei verbindet sich die Vielfalt und Raffinesse des chorischen Ausdrucks mit der enormen Flexibilität in Gestaltung und Ausdruck, wie sie die französischen Mélodies oder das deutsche Kunstlied von einem Solisten und dem Klavierpart fordern.

Das Lied wurde eingesungen vom figure humaine kammerchor auf der CD Kennst du das Land... (Carus 83.495).

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  • In Lust und Schmerzen,
    In Kampf und Ruh
    Steht eins fest im Herzen,
    Und das bist du!
    Das sind deine Augen,
    Das ist ein Mund,
    Das ist deiner Seele
    Tiefinnerster Grund.
    Das ist deine Liebe,
    Sie winkt mir zu,
    In Lust und Leiden,
    In Kampf und Ruh.

    Gott, der die Welten im Herzen trägt,
    Hat mir ins Herz deine Liebe gelegt;
    Gott hielt die Welt eines Heilands wert,
    Er hat auch mir deine Liebe beschert.
    Und ob die Welt uns zu trennen meint,
    Wir sind in Gott treuinnig vereint.

    Peter Cornelius (1824–1874)

    ...

  • Dans la joie et dans les douleurs,
    Dans le combat et le repos,
    Quelque chose se tient dans mon cœur,
    Et c’est toi !
    Ce sont tes yeux,
    C’est ta bouche,
    C’est le centre profond
    De ton âme.
    C’est ton amour
    Qui me fait signe
    Dans la joie et les souffrances,
    Dans le combat et le repos.

    Dieu qui porte les mondes en son cœur
    M’a laissé dans le cœur ton amour;
    Dieu a trouvé que le monde méritait un Sauveur,
    Il m’a aussi donné ton amour.
    Et si le monde pense nous séparer,
    Nous sommes rassemblés en Dieu.

    Peter Cornelius (1824–1874)
    Traduction: Christiane Rouger-Ortwein

    ...

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Zusatzinformationen zum Werk
  • Peter Cornelius, geboren 1824 in Mainz, gestorben 1874 ebenfalls in Mainz. Sohn eines Schauspielerehepaars. Ergriff zuerst ebenfalls diesen Beruf, studierte dann aber von 1844 bis 1846 Kontrapunkt bei S. Dehn in Berlin. Seine Kirchenmusik stammt hauptsächlich aus dieser Zeit und aus den Jahren nach 1852, als er zu Liszt nach Weimar ging; dieser förderte sein Schaffen als Kirchenkomponist. Cornelius wurde einer der wichtigsten Vorkämpfer der neudeutschen Schule. Er folgte Wagner 1865 nach München, wo er ab 1867 als Kompositonslehrer an der neugegründeten Kgl. Musikschule wirkte. Heute sind besonders seine Oper "Der Babier von Bagdad" (1858) und seine "Weihnachtslieder" op. 8 bekannt. zur Person
  • Peter Cornelius, geboren 1824 in Mainz, gestorben 1874 ebenfalls in Mainz. Sohn eines Schauspielerehepaars. Ergriff zuerst ebenfalls diesen Beruf, studierte dann aber von 1844 bis 1846 Kontrapunkt bei S. Dehn in Berlin. Seine Kirchenmusik stammt hauptsächlich aus dieser Zeit und aus den Jahren nach 1852, als er zu Liszt nach Weimar ging; dieser förderte sein Schaffen als Kirchenkomponist. Cornelius wurde einer der wichtigsten Vorkämpfer der neudeutschen Schule. Er folgte Wagner 1865 nach München, wo er ab 1867 als Kompositonslehrer an der neugegründeten Kgl. Musikschule wirkte. Heute sind besonders seine Oper "Der Babier von Bagdad" (1858) und seine "Weihnachtslieder" op. 8 bekannt. zur Person
  • Denis Rouger hat seine musikalischen Erfahrungen zunächst als Sohn einer Pariser Musikerfamilie und bei seinem Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris gesammelt, wobei er erste Preise in Harmonie, Fuge und Kontrapunkt erhielt.

    20 Jahre lang war er Dozent und Chorleiter an der Universität Paris-Sorbonne und 10 Jahre Chorleiter an der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Er ist Ehrenkapellmeister der Pariser Kirche La Madeleine. Auch in Deutschland hat er Kontakt zu zahlreichen Ensembles. So wurde er als Gastdirigent u.a. von Rundfunkchören, dem Balthasar-Neumann-Chor, dem Landesjugendchor Baden-Württemberg, sowie zu den Stuttgarter Philharmonikern eingeladen. Konzerte führten ihn nach Italien, Kanada, Russland, in die Niederlande, die Vereinigten Arabischen Emirate und in die Schweiz (Lucerne Festival).

    Er gibt Meisterkurse in Schweden, Bulgarien, Frankreich, Deutschland sowie in der Schweiz.

    Seit 2011 ist Denis Rouger Professor für Chordirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Der von ihm im Herbst 2011 gegründete Kammerchor der Musikhochschule gewann 2014 den Ersten Preis beim Internationalen Chorwettbewerb in Mosbach (Deutschland).

    Neben seiner Arbeit als Chorleiter komponiert Rouger und bearbeitet französisches sowie deutsches Liedgut für Chor. Seine Bearbeitungen auf den CDs Kennst Du das Land ... und ... wo die Zitronen blühn (Carus) fanden bei Presse und Rundfunk regen Anklang. In Zusammenarbeit mit dem Carus-Verlag hat er das Chorbuch Französische Chormusik, das 2019 den Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ erhalten hat, herausgegeben.

    2016 gründete Denis Rouger den figure humaine kammerchor (www.figurehumaine.de), mit dem er regelmäßig Konzerte bei namhaften Festivals gibt.

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