Jan Janca: Gott liebt diese Welt - Sheet music | Carus-Verlag

Jan Janca Gott liebt diese Welt

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Score, First edition Carus 18.107/00, ISMN 979-0-007-08561-2 12 pages, DIN A4, paperback
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  • Jan Janca, born in 1933 in the Free State of Gdansk, studied organ, harpsichord, piano and composition at the university in Krakow from 1950 to 1955. He then worked as a freelance organist for the Polish State Radio at Oliva Cathedral and also gave concerts abroad. During a stay in West Germany in 1957, he remained in the West and studied composition with Johann Nepomuk David at the Stuttgart University of Music from 1958 to 1962. From 1966 to 1969, Janca travelled to Paris at intervals for private lessons with Marcel Dupré. Janca has lived as a freelancer in Tübingen and Berlin since 1996. Personal details

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Janca, Jan: Orgelverse über” Gott liebt diese Welt”

Janca, Jan: Orgelverse über „Gott liebt diese Welt”

Janca, 1933 in Danzig geboren, Kompositionsschüler von J. N. David und Orgelschüler u. a. von Marcel Dupré, hat seit einigen Jahrzehnten die deutsche Orgelliteratur kompositorisch bemerkenswert bereichert. Vieles wurde erst in jüngster Zeit publiziert; exemplarisch sollen hier drei Werke besprochen werden. Mit dem Erscheinen des „Gotteslob” und des „EG” sehen sich die Gemeinden und ihre Organisten mit einer Anzahl „neuer Lieder” konfrontiert, über die noch wenig zu sagen ist: Nicht „bewährtes” Liedgut, sondern Liedgut „zur Bewährung” - ein Faktum, zu dem man manches anmerken könnte, aber hier zum Glück nicht muss. Wie immer man zu diesen Novitäten steht: Wichtig für ihre Akzeptanz ist nicht zuletzt, dass sie auch kompositorisch „bewillkommnet” werden. Janca tut dies mit Glück, und er schließt zugleich die immer wieder drohende Lücke zwischen Musik zum primär liturgischen Gebrauch und solcher mit dezidiert künstlerischem Anspruch. „Gott liebt diese Welt” (komp. 1990) ist sowohl als konzertante Partita als auch „als Vor-, Zwischen- und Nachspiel in der Liturgie verwendbar” (Vorwort). Als Partita dauern die sechs „Verse” an die fünf Minuten; sie erfordern dann einen sattelfesten Organisten und eine nicht zu kleine, zweimanualige Orgel. Gleichwohl wird auch der „einmanualige Nebenamtliche” mit einigen dieser Verse rasch zurechtkommen - anwendungsfreundliche, sicher gemachte Musik! Bei Carus sind insgesamt fünf solcher praxisnahen Kompositionen über neue Lieder erschienen. Von den vier bei Strube gedruckten Werken liegt „Maria durch ein’ Dornwald ging” noch am ehesten auf eben dieser Linie; die Choraltoccata „Nun danket all” bildet gleichsam die Brücke zu Stücken konzertanten Typs, für die hier „Sortie” stellvertretend genannt sei. Janca ist kein Avantgardist, aber auch kein Duckmäuser: Seine durchweg farbige Harmonik „langt schon hin”, ohne sich je in das Dickicht der „Stacheldraht-Kontrapunktiker” (ein kürzlich in Ars Organi verwendeter, sehr treffender Terminus ...) zu verirren. Die erweiterte Tonalität verbindet sich überzeugend mit rhythmischen Finessen - Beispiel Sortie. Die Prägung durch die Schulung J. N. Davids hat ebenso ihre Spuren hinterlassen wie Duprés souveräne Eleganz. Und da kaum eines der Stücke wirklich schwer ist, könnte (und sollte) der Bereicherung des Repertoires nichts im Wege stehen.

Martin Weyer
Quelle: Ars Organi, 48.Jhg., Heft 2, Juni 2000

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