La Grandezza della Musica Imperiale. Composizioni per orchestra (FBO)
Awarded the Diapason d'Or
Awarded the Pizzicato Supersonic Award
Contents
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Composer
Johann Joseph Fux
| 1660-1741
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Preface writer
Klaus Winkler
| 1955Klaus Winkler wurde 1955 in Nürnberg geboren und studierte nach dem Abitur an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Schulmusik, Musikwissenschaft, Germanistik sowie Buch- und Druckwesen. Sein erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien absolvierte er 1979. Zwischen 1976 und 1980 studierte er parallel Soloposaune bei Prof. Armin Rosin in Stuttgart. Seine Promotion erlangte er 1982 mit dem Thema "Selbständige Instrumentalwerke mit Posaune in Oberitalien von 1590-1650. Ein Beitrag zur Frühgeschichte der Instrumentalsonate." Gleichzeitig absolvierte er 1982 das zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und ist seit 1983 im Schuldienst tätig. Seit 1999 ist er Direktor des Martin-Butzer-Gymnasiums Dierdorf der Evangelischen Kirche im Rheinland. Neben seiner schuldienstlichen Tätigkeit arbeitet er als Herausgeber, Bearbeiter und Komponist vor allem von Bläsermusik, veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten und gibt regelmäßig Konzerte. Außerdem ist er Mitarbeiter der Johann-Joseph-Fux-Gesamtausgabe. Personal details
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Ensemble
Freiburger Barockorchester
The Freiburger Barockorchester (Freiburg Baroque Orchestra, FBO) can look back on a success story lasting over 25 years: From student beginnings, within a few years an internationally-recognized orchestra developed which now performs regularly at leading concert halls and opera houses. Since May 2012 the “Freiburger”, together with their colleagues from ensemble recherche, have been able to enjoy an internationally unique home: the Ensemblehaus Freiburg, a music workshop and think tank for two top ensembles in the early and contemporary music scene under one roof. The FBO continuously collaborates with important artists such as René Jacobs, Andreas Staier, Jean-Guihen Queyras, Isabelle Faust, Kristian Bezuidenhout, Christian Gerhaher, and Pablo Heras-Casado. The artistic success of these musical partnerships is manifested in numerous CD productions and the receipt of prominent awards, such as the ECHO Classical German Music Prize 2011, 2012, 2013, and 2014, the Edison Classical Music Award 2012 and 2013, the Gramophone Award 2011 and 2012, as well as the Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2009. Under the artistic directorship of its two concert-masters Gottfried von der Goltz and Petra Müllejans, and under the baton of selected conductors, the FBO presents itself with about one hundred performances per year in a variety of formations from chamber to opera orchestra: a selfadministrated ensemble with its own subscription concerts at Freiburg’s Concert Hall, Stuttgart’s Liederhalle, and Berlin’s Philharmonie and with tours all over the world. Personal details
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Conductor
Gottfried von der Goltz
Gottfried von der Goltz has made a respected international name for himself as a Baroque violinist and Artistic Director of the Freiburger Barockorchester. As was common during the 18th century, he leads the FBO from the platform of the concertmaster. He also occasionally swaps the violin for the baton as, for example, in the Freiburger Barockorchester’s Beethoven Series which stretched over a period of many years. Gottfried von der Goltz made the specialist world sit up and take notice with successful CD recordings of the regrettably long-forgotten music of the Dresden Baroque and Bach’s sons. Nevertheless, he does not want to restrict himself to being a specialist in a particular repertoire. His diverse discography, ranging from the 17th century to the modern, shows instead that he is a tremendously versatile and flexible musician. In addition to his multi-layered chamber music engagements, Gottfried von der Goltz is Artistic Director of the Norsk Barokkorkesters. As a Professor, he is also a sought after teacher of Baroque and modern violin at the Hochschule für Musik in Freiburg. Personal details
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Er lastet zu Unrecht auf Johann Joseph Fux, der spätere Ruf des trockenen Kontrapunkt-Theoretikers. Immerhin bekleidete Fux im frühen 18. Jahrhundert unter den musikalisch gebildeten Kaisern Leopold I. und Karl VI. das hoch angesehene Amt des Musikdirektors am kaiserlichen Hof in Wien. Dieses Amt verpflichtete ihn zu der Komposition repräsentativer Unterhaltungs- und Tafelmusik. Und die Auswahl von Orchesterwerken, die das Freiburger Barockorchester jetzt zum Teil in Weltersteinspielung vorgelegt hat, zeigt, dass die Musik von Fux überhaupt nichts Trockenes hat, ja dass sie von einer spritzigen Leichtigkeit ist, ohne seicht zu sein. Im Zentrum der ausgewählten Werke stehen stilisierte Barocktänze, in denen das reizvolle Verhältnis des Solo- und Tutti-Spiels lustvoll ausgekostet wird. Und hier erweist sich das so temperamentvoll sprühende wie präzise aufeinander abgestimmte Zusammenspiel der Freiburger geradezu als Glücksfall.
Neben dem mitreißenden Schwung, dem unglaublich synchron atmenden Zusammenspiel und der stupenden technischen Virtuosität, ist es noch eine besondere theatralische Magie, welche die Fux-Interpretation des Freiburger Barockorchesters auszeichnet. In einem nie abreißenden Spannungssog erwachen die barocken Motive und Figuren der Tanzsätze zu dramatischer Individualität. Aber auch die immer wieder aufblitzende kunstvolle Kontrapunktik bei Fux gelingt dem Ensemble ungemein plastisch und intensiv. Mit ihrer suggestiven Artikulation sowie faszinierenden rhythmischen Beweglichkeit lassen die Freiburger Fux' schillernde Barockjuwelen in neuem Licht erstrahlen.
Michael Schmidt
Quelle: Bayern 4 Klassik, 21.12.2006
Fux followers - and there are some - will have cause to welcome this latest Carus disc because it renders valuable discographic duty. The works here have only fairly recently been rediscovered and none therefore had been recorded before. […]
The orchestral works don't, it's true, add materially to what is known of Fux. Too conventional to be stamped with any highly personalised traits they satisfy more domestic and traditional courtly needs. They are nevertheless played with vigour and understanding by the Freiburger Barockorchester and Fux Followers will need no second invitation.
Jonathan Woolf
Johann Joseph Fux dürfte vielen Musikinteressierten vor allem durch das Gradus ad Parnassum bekannt sein. [...]
Die bisher recht spärliche Diskographie mit Werken des oststeirischen Bauernsohns, der 1715 Hofkapellmeister am kaiserlichen Hof in Wien wurde, hat bisher recht wenige Blüten getrieben. Vollkommen zu unrecht, wie man meinen möchte, sobald man die Sammlung mit fünf Orchesterwerken - darunter vier Ersteinspielungen - in Händen hält, die das Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Gottfried von der Goltz für das Label Carus aufgenommen hat. [...]
Einmal mehr empfiehlt sich das Freiburger Barockorchester - trotz seiner Erweiterung des künstlerischen Fokus auf spätere Epochen - als Spezialensemble für das ausgehende 17. und das 18. Jahrhundert. Kapellmeister Gottfried von der Goltz kanalisiert die solistischen Ambitionen aller Beteiligten zu einem spannungsreichen Gesamtbild, in dem keine Einzelheiten übersehen werden. Fux' brillanter und einfallsreicher Orchestersatz bildet Folien für hervorragende solistische Meisterleistungen einzelner Ensemblemitglieder. Als virtuoses Glanzstück sticht vor allem die Intrada mit der strettahaften Schlusssteigerung hervor. Schließend sollte bemerkt werden, dass mit dieser Aufnahme ein eindrückliches Plädoyer für einen barocken Meister gelungen ist, der sicherlich nicht auf einer Stufe mit Bach und Händel steht, sich allerdings in puncto Originalität und Qualität auch nicht hinter anderen Neu- und Wiederentdeckten zurückzustehen braucht.
Markus Rubow
Quelle: klassik.com
Die glanzvolle Orchester-Besetzung und der festliche Charakter deuten auf besondere Anlässe der Entstehung hin - Geburts- oder Namenstage der kaiserlichen Familie -, ohne dass man Näheres darüber wüsste. Das Freiburger Barockorchester jedenfalls erweist sich einmal mehr als eines der heute besten Ensembles seiner Art [...]
Quelle: WDR3 Hörzeichen, 6.2.2007
[...] Fux' brillanter und einfallsreicher Orchestersatz bildet Folien für hervorragende solistische Meisterleistungen einzelner Ensemblemitglieder. Als virtuoses Glanzstück sticht vor allem die Intrada mit der strettahaften Schlusssteigerung hervor. Schließend sollte bemerkt werden, dass mit dieser Aufnahme ein eindrückliches Plädoyer für einen barocken Meister gelungen! list, der sicherlich nicht auf einer Stufe mit Bach und Händel steht, sich allerdings in puncto Originalität und Qualität auch nicht hinter anderen Neu- und Wiederentdeckten zurückzustehen braucht.
Markus Rubow
klassik.com, 30.01.2007