Niccolò Jommelli: Te Deum - Sheet music | Carus-Verlag

Niccolò Jommelli Te Deum

1763

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Full score, First edition Carus 40.419/00, ISMN 979-0-007-06720-5 48 pages, DIN A4, paperback
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Choral score Carus 40.419/05, ISMN 979-0-007-06721-2 12 pages, DIN A4, without cover Minimum order quantity: 20 copies
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Set of parts, complete orchestral parts Carus 40.419/19, ISMN 979-0-007-21845-4 DIN A4, without cover
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72,00 € / copy
  • 5 x Individual part, violin 1 (40.419/11)
    each: 4,50 €
    5 x Individual part, violin 2 (40.419/12)
    each: 4,50 €
    4 x Individual part, viola (40.419/13)
    each: 4,50 €
    4 x Individual part, violoncello / double bass (40.419/14)
    each: 4,50 €
    1 x Individual part, french horn 1 (40.419/31)
    each: 3,00 €
    1 x Individual part, french horn 2 (40.419/32)
    each: 3,00 €
  • Italian composer, 1715-1774.

    Jommelli wrote 220 stage works, including more than 60 operas, as well as numerous oratorios, cantatas, masses and chamber music. In 1750, he was appointed vice-chapelmaster at St Peter's Basilica in Rome at the call of the Pope, and from 1753 he was court chapelmaster at the court of Duke Carl Eugen von Württemberg in Stuttgart.

    Personal details

Reviews

Im Jahre 1754 trat der päpstliche Vizekapellmeister an St. Peter in Rom und viel gespielte Opernkomponist Niccolò Jommelli sein neues Amt als Musikdirektor und Oberkapellmeister an Herzog Karl Eugens Württembergischen Hof in Stuttgart an. Aus seinem Wirken am Stuttgarter Hof, das fünfzehn Jahre dauerte, sind nur vier kirchenmusikalische Werke bekannt. Das vorliegende Te Deum wurde wahrscheinlich am Geburtstag des Herzogs im Jahre 1763 zum ersten Mal aufgeführt. Es verlangt ein professionell spielendes Streicherensemble, bietet dem Chor und den Solisten aber keine großen Schwierigkeiten. Außer der Arie „Te ergo quaesumus” für Mezzosopran könnte man sich die übrigen kleinen Soli auch von einer kleinen Chorgruppe ausgeführt denken. Das Stück ist deshalb auch für kleine Chöre, die stimmtechnisch soweit geschult sind, dass sie sich an Musik des 18. Jahrhunderts wagen dürfen, geeignet. Das ausgezeichnete Vorwort von Wolfgang Hochstein (wir durften vor einiger Zeit seine umfassende Arbeit über Jommellis Kirchenmusik in diesen Spalten vorstellen) gibt Auskunft über Entstehung, Gestalt des Werkes, Besetzungsfragen und Probleme der Artikulation. Im Revisionsbericht werden die Quellen beschrieben und miteinander verglichen, sodass sich der Leser über die Editionsweise genau ins Bild setzen kann.

Abschließend sei davor gewarnt, die Komposition brocken- bzw. satzweise in einen Gottesdienst einzustreuen. Nicht nur liturgische Gründe verbieten es, völlig verfehlte Texte (auch wenn sie lateinisch sind) an die Stelle von Ordinariums- und Propriumsteilen zu setzen, auch motivische Beziehungen zwischen einzelnen Teilen und der tonartliche Ablauf (Halbschlüsse des ersten und dritten Satzes) verlangen gebietend, dass das Werk als Ganzes gespielt wird. Warum nicht als gewichtiges musikalisches Element des Wortteils eines Dankgottesdienstes mit oder ohne Eucharistiefeier?

Quelle: Katholische Kirchenmusik 6/87

 

Besonders erfreulich ist die Veröffentlichung eines der wenigen kirchenmusikalischen Werke von Jommelli, der ja unter Karl Eugen Stuttgart für 15 Jahre zur Musikstadt europäischen Ranges gemacht hat. Sein Te Deum ist vermutlich 1763 in Stuttgart das erste Mal erklungen, ein etwa 10minütiges Werk von festlichem Charakter, der wahrscheinlich der damaligen Musizierpraxis folgend durch zwei die Hornstimmen oktavierenden Trompeten und Pauken noch unterstrichen wurde. Der Chorsatz ist meist homophon mit gelegentlichen imitatorischen Passagen und nicht sehr schwierig, er kontrastiert wirkungsvoll mit dem mehr lyrischen Soloquartett. Das einzige Solo ist dem Mezzosopran übertragen im „Te ergo quaesumus”, ein ausgesprochen kantables Stück mit schlichter Streicherbegleitung. Sonst werden an die Flexibilität und rhythmische Sicherheit der Streicher hohe Ansprüche gestellt – wenn das Stück seine volle Wirkung entfalten soll, braucht es ein wirklich gutes Orchester.

Volker Lutz
Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 4/89

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