Missa in d
1794
Johann Gottlieb Naumann, who today is becoming increasingly well known, achieved recognition during his lifetime as a composer of operas, among them the first Swedish “national opera,” Gustaf Wasa. In addition he wrote a large number of sacred compositions for the Court of Dresden, where he was employed for many years, including the present Missa in D minor, which was still performed well into the 20th century. This work, probably composed for Christmas in 1794, displays a decidedly pastoral character in the Gloria and Agnus Dei and moreover, is distinguished by charming solo woodwind parts.
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Composer
Johann Gottlieb Naumann
| 1741-1801
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Continuo realization
Paul Horn
| 1922-2016Paul Horn war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Kirchenmusik und Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule Esslingen am Neckar bei Hans-Arnold Metzger und Musikwissenschaft, Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann als Kantor an der Evangelischen Michaelskirche in Stuttgart-Degerloch. 1954 wurde er Kantor an der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Als Musikwissenschaftler arbeitete Horn bis ins hohe Alter eng mit Carus zusammen. So stammen zahlreiche Carus-Klavierauszüge aus seiner Feder. Personal details
Reviews
Hodie Christus natus est II
Für Domkapellmeister und Kantoren...bietet dieses Werk eine sinnvolle Alternative zum gängigen Repertoire ...
Gesellschaft für Musikforschung, 3/2016
(sl) Naumann war 15 Jahre älter als Mozart und stand in den Diensten des sächsischen Hofs an der Hofkirche zu Dresden. Die Messe zeichnet sich durch leichte Sanglichkeit bei reicher Besetzung aus: Man benötigt 8faches Holz, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken und Streicher. Außergewöhnlich, deshalb aber nicht leichter zu realisieren, ist die Besetzung im Gloria: der Eingangssatz nur für vierstimmigen Frauenchor, das „Laudamus te” dafür ausschließlich für Männerchor (immer mit Orchesterbegleitung). Das Werk umfasst zwei ausgewachsene Fugen im Kyrie und Gloria, letztere nicht ganz einfach. Dafür fällt das Credo vergleichsweise knapp aus. Der thematische Einfallsreichtum und die musikalische Durchführung können es leider nicht mit den vergleichbaren Werken seiner Zeitgenossen Haydn oder Mozart aufnehmen. Die Edition entspricht dem vom Carus-Verlag gewohnten Standard; käuflich sind – ungewöhnlich für Carus – aber nur Klavierauszug und Chorpartitur, der Rest ist leihweise erhältlich.Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik, 4/05, S.25