Messa breve
La stella
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Composer
Domenico Scarlatti
| 1685-1757Domenico Scarlatti, born in the same year as Johann Sebastian Bach and George Frideric Handel, was the son of the composer Alessandro Scarlatti, who was extremely well-known and prolific in his day. He was trained as a musician by his father and by B. Pasquini in Rome. In 1715 he received his appointment as Kapellmeister at St Peter's Church in Rome, where he conducted the famous Cappella Giulia. He later travelled throughout Europe as a highly sought-after harpsichordist and teacher. During his time at the Cappella Giulia and later, when he worked at the court of John V in Lisbon, church music was one of his main areas of activity. The works that have become known so far only reveal part of his valuable church music œuvre, which ranges from the simple Miserere Psalm to the ten-part Stabat Mater. Personal details
Reviews
Domenico Scarlatti: Missa breve ”La stella”
Domenico Scarlatti: Missa breve „La stella”
Der Herausgeber Hans-Jörg Jans hat dem Notentext ein ausführliches Vorwort und einen kritischen Bericht hinzugefügt, sodass der an dem Werk interessierte (Kirchen-) Musiker die notwendigen und wissenswerten Informationen der sorgfältig edierten Publikation entnehmen kann. Im musikalischen Stil ist die Messe nicht einheitlich. Kyrie und Gloria (die übrigens auch in der heutigen katholischen Liturgie aufeinander folgen, und auch die Oration kommt nach dem Gloria, vergl. Vorwort S. 3 oben) sind mehr dem zeitgenössischen konzertanten Stil verpflichtet, im Credo, Sanctus und Agnus Dei bedient sich D. Scarlatti des „alten Stils”. Für das fehlende Benedictus ist ein solches aus einer anderen Messe als Anhang beigegeben. Kirchenchöre, die öfter in dieser Stilrichtung singen, werden keine unüberwindlichen musikalischen Schwierigkeiten vorfinden, zumal die Orgel eine sichere Stütze bietet. Es macht sicher auch Freude, aus so vorzüglichem Notenmaterial zu singen. Darüber dürfen aber weder Chorleiter noch Sänger die liturgische Bindung auch dieser Musik übersehen und der Gebrauch des Schatzes der überlieferten Kirchenmusik muss mit der Liturgie harmonieren.
Erich Weber
Quelle: Musica Sacra 6/1989, S. 571f.